U18 verliert unverdient in Köhlen

Eine gute Halbzeit reicht nicht aus – Weihrich erzielt einzigen Treffer

Am heutigen Freitagabend (06.09.19) ging es zum Auswärtsspiel nach Köhlen zum FC Gesstland. Diese Mannschaft wurde neu formiert und war uns dementsprechend komplett unbekannt. Die Personalsituation war bis paar Stunden noch sehr angespannt, zum Glück halfen Ficke und Hasselbring aus der U16 aus. Bei uns fehlten Effe, Dettmar, Brähler, Lingner, von Düllen und Dankowski. Nicht nur die Kaderplanung war suboptimal, ebenso der extrem kleine Platz war etwas ungewohnt für uns. Dazu wurde mit einem Ball gespielt, der nicht einmal in 90 Minuten wirklich aufgepumpt war, damit mussten jedoch beide Mannschaften zu recht kommen.

Gleich in der ersten Minute die erste gute Chance für uns, was das 1:0 hätte sein können. Rohen brachte den Ball von rechts direkt in die Mitte, wo Hinrichs den Ball über das Tor köpfte. Was wäre wohl gewesen, wenn dieser Ball direkt drin gewesen wäre? Das sollte auch für lange Zeit die letzte richtige Möglichkeit bleiben. Geestland stand beiden Viererketten sehr eng und da der Platz auch nicht wirklich Spielraum bot, gab es kaum Möglichkeiten. Die Gastgeber hatten auch kein Interesse daran am Fußballspiel teilzunehmen. Nur lange Bälle und kein Stück Kombinationsspiel. Leider passten wir uns in der ersten Halbzeit dem komplett an und machten entscheidene Fehler. In der 5. Minute bereits einer dieser langen Bälle auf die linke Seite, wo Batschick sich viel zu einfach hat wegschieben lassen, der gegnerische Stürmer legt sich den Ball auf den linken Fuß und der Ball schlägt im hinteren Kreuzeck ein. Wer dachte, der trifft nur einmal im Leben den Ball so, sollte leider getäuscht sein. In der 24. Spielminute dann wieder kein Zugriff im Mittelfeld, wieder langer Ball auf unsere linke Seite, wo der Stürmer wieder an den Ball kam und ein identisches Tor erzielte. Bei beiden Toren war Aushilfskeeper Dageförde machtlos. Und von uns? Von uns kam gar nichts mehr. Hinten rum wurde zwar anfangs gut gespielt aber ohne Raumgewinn und dann kamen nur lange Bälle die sofort abgefangen wurden. In den letzten Minuten or der Halbzeit wurde dann auch mal die 6er Position gesucht, allerdings kam es da teilweise zu eklatanten Ballverlusten. So blieb es beim 2:0 Halbzeitstand für Geestland. Bis dahin hatte Schiedsrichter Karpati die Partie auch sehr gut im Griff, doch es deutetet sich an, dass besonders der 4er vom FCG lieber mit dem kompletten Sportplatz mit seinen Kommentaren unterhalten wollte. Später dazu mehr.

In der Pause wurde die spielerische Qualität und Spielintelligenz stark bemängelt, aber genauso auch motiviert, dass wir noch genug Zeit haben, das Ruder noch rumzureißen. Und die Mannschaft zeigte wirklich ein ganz anderes Gesicht. Viel mehr Laufbereitschaft und Konzentration führten zu mehr Passgenauigkeiten und Spielfluss. Jeder zeigte, dass er spielerische Qualitäten besitzt und auch im Team Kombinationsfußball zeigen kann. Jedoch war das durchkommen weiterhin schwer. Von Geestland kam fast gar nichts mehr und sie konzentrierten sich nur auf das Verteidigen und das Zerstören unseres Spielflusses. Und der Trainer der Heimmannschaft machte immer mehr und mehr mit. Es wurde bei jedem Körperkontakt sofort lamentiert und ein Freistoß und auch bei harmlosen Foulspielen, die nunmal zum Fußball gehören, wurde sofort herum geschrien, als wäre man erschossen worden. Leider fiel Schiedsrichter Karpati öfter mal auf die teilweise stattfindene Schauspielerei rein, sodass auch Staleke Coach Leinfels nicht mehr ruhig bleiben konnte. Besonders der 4er und der 12er auf seiner Seite fielen gefühlt in jeder Aktion negativ auf.

Fußballerisch gab es auch noch ein wenig zu berichten. So hatten wir nach etwa einer Stunde die große Möglichkeit auf den Anschlusstreffer, doch Hinrichs schoss aus 9 Metern gefühlt genauso hpch auch über das Tor. Kontrolliert in die Ecke schieben wäre da die bessere Wahl gewesen. In der 78. Minute sollte dann doch noch der Anschluss gelingen. Rohen brachte von der linken Seite eine Flanke rein und fand Weihrich, der den Ball über die Linie drückte. Nun kam es zum Powerplay, bei denen wir am Ende mit 4 Stürmern Spielten und auch die Defensive fast auflösten. Keeper Dageförde hatte fast nichts mehr zu tun, außer ein paar Bälle die lang kamen oder von uns zurück gespielt wurden. Die große Chance zum Ausgleich hatte kurz vor Schluss Antons, doch er bekam zu wenig Druck hinter den Ball nach einem Freistoß. Somit bleib es leider bei der 2:1 Niederlage.

Nachdem wir in der ersten Halbzeit uns leider dem gegnerischen Niveau anpassten, spielten wir in der zweiten Halbzeit sehr guten Kombinationsfußball, jedoch ohne die ausreichende Durchschlagskraft. Gerade in solchen Spielen muss man sich die wenig sich bietenden Möglichkeiten eiskalt nutzen, um den Gegner noch mehr unter Druck zu setzen.

Leider war das heute ein Gegner, gegen den man echt die Lust am Fußball verliert. Fußball ist ein Körperkontaktsport, aber wenn jede Berührung gleich hoch gepusht wird und alles lamentiert wird, vergeht einem wirklich die Lust. Bestes Beispiel für unnütze Kommentare zeigte eine Aktion kurz vor Schluss von unserer Bank. Dettmar, der zur Unterstützung mit kam, schoss den Ball bei einem Einwurf für Geestland mit seiner Stütze gegen den kurz hinter der Bank liegenden Zaun. Anstatt sich über diese gewonnen Sekunden zu freuen und das auszunutzen, meckerte der einwerfende Spieler sofort unsere Bank an. Mir als Fußballer fehlen da echt die Worte.

Nun heißt es nächste Woche gegen WNK an die zweite Halbzeit anzuknüpfen und mit einem ordentlichen Spiel und bestenfalls drei Punkten das Herbstmarkt Wochenende einzuleiten.

FCG: Steffens – Henke, Reinhardt, Müller, Brümmerstedt, von Soosten, von Ahn, C. von Kamp, Schiefelbein (Riggers), Peters (B: von Kampen)

JFV U18: Dageförde – Batschick, Antons, Hovhannisyan, Grotheer – Grafelmann, Hasselbring, Weihrich, Motz, Rohen – Hinrichs

Eingewechselt: Ficke

Gelbe Karten: Henke wg. Foulspiels (48.) / Grotheer wg. Foulspiels (33.), Rohen wg. Foulspiels (80.)

Tore: 0:1/0:2 von Ahn (6./24.), 1:2 Weihrich (77.)