Unverdiente Derbyniederlage gegen Biber

Hitziges Derby mit glücklichem Ende für die Gäste – Wohlers Treffer reicht nicht

Heute (04.12.) war es endlich soweit. Das lang ersehnte Spiel gegen Biber fand in Sandstedt ab. Und die Vorzeichen waren gar nicht mal so schlecht, denn wir hatten einen gut gefüllten Kader, da Durigon und Arfmann-Knübel wieder auhalfen. Ebenso waren im Vergleich zur Niederlage in Stinstedt auch Haltermann, Effe und Dageförde dabei, die auch gleich in die Startelf rutschten. Insgesamt wurde das Team auf insgesamt 7 Positionen getauscht. Das Tor sollte heute wieder von Alpers gehütet werden.

Wir kamen gut in die Partie hinein und Biber wurde bereits in deren Hälfte gestört. Wir zwangen den Gegner schnell zu Ballverlusten, doch konnten selber daraus kein Kapital schlagen. Biber kam anfangs nur selten in unsere Hälfe. Doch nach 10 guten Anfangsminuten fand Biber besser ins Spiel hinein. Etwas begünstigt davon vielleicht, dass der Schiedsrichter heute den Armeinsatz der weiß gekleideten Gäste nicht unterband und wir uns wahrscheinlich davon verunsicherten ließen, dazu aber später mehr. Nach einer Viertelstunde dann die erste Großchance durch Biber, welche Alpers mit einem bärenstarken Reflex zu Nichte machte. Doch anstatt das es ein Weckruf für unsere Mannschaft war, spielte Biber nun zielstrebiger nach vorne. In der 22. Minute dann der Rückstand. Im Mittelfeld wurde der Ball leichtfertig vergeben, Biber spielte einen langen Ball in die Spitze und der Stürmer überlupfte den herauseilenden Alpers. Wir versuchten wieder mehr Zugriff in Spiel zu bekommen, was uns aber erst mit der Umstellung von Wohlers ins linke Mittelfeld besser gelang. In der 30. Minute hätte er auch den Ausgleich markieren können, doch seinen Schuss konnte der Keeper zur Ecke parieren. Kurz vor der Halbzeit der Schock. Wieder ging es ganz schnell nach einem Fehler in der gegnerischen Hälfte. Nun war Alpers rechtzeitig am Ball, doch er schlug ein Luftloch und der Biber Stürmer kam an den Ball und konnte in Ruhe einschieben. Mit diesem Nackenschlag ging es an die Halbzeit.

In der Kabine wurden die Jungs an die nötige Einstellung und Leidenschaft eines Derbys erinnert und motiviert, da ja noch 35 Minute Zeit wären. Anders als im ersten Durchgang wollte Biber gleich den Sack zu machen und kam zu einigen 1 gegen 1 Situationen mit Alpers, die er aber alle für sich gewann. Nach 10 Minuten der „Entspannung“ legte die U14 so langsam den Schalter um. Die Gegenspieler wurde besser angelaufen, Bälle wurde frühzeitiger erobert und im Aufbauspiel wurde wieder mehr, mit der nötigen Ruhe, kombiniert. Außerdem entwickelte sich auf und neben dem Platz immer mehr eine Derbystimmung. Zu der Zeit hätte der Schiedsrichter dafür sorgen können, dass es ruhig bleibt, allerdings wurden seine Entscheidungen immer fragwürdiger und eine Linie war nicht zu erkennen. Klares Schubsen mit beiden Armen voraus wurde nicht gepiffen. Lag allerdings ein Biberspieler war die Entscheidung schnell ein Freistoß für die Gäste. Die U14 nahm diese Einstellung zum Spiel dann relativ schnell an und es entwickelte sich ein Fußballspiel mit vielen kleinen und größeren Fouls. Spätestens ab dem 1:2 Anschluss von Wohlers in der 55. Minute verlor der Schiedsrichter das Spiel, was man in der U14 auch erst einmal schaffen muss. Aber nicht nur der Schiedsrichter sorgte dafür, auch die Unsportlichkeiten der Biberaner vermehrten sich sehr schnell. Fußball wollte und vielleicht konnte der Gast nicht mehr spielen. Das Ziel war es, durch Fouls oder übertriebenem Zeitspiel den immer mehr werdenen Druck von Staleke stand zu halten. Wir rannten immer wieder an, doch wir kamen nicht entscheidend genug in den Strafraum. Durigon hatte per Kopf eine gute Chance und der kurz vor Schluss hatte Wohlers per Freistoß den Ausgleich auf dem Fuß, doch der Keeper konnte wieder parieren. Nachspielzeit gab es auch gefühlt keine. Eine Minute war für das Zeitspiel des heutigen Tages deutlich zu wenig. 3 Minuten wären da heute angebracht gewesen.

Somit verloren wir dieses Derby unverdient. Wir haben es verpasst, volle 70 Minuten Vollgas zu gehen und den Gegner unter Druck zu setzen. Die letzten 20 Minuten waren kämpferisch bärenstark und darauf muss man aufbauen. Denn wenn öfter und besonders länger so gearbeitet wird und dann auch wieder das Selbstvertrauen in die eigene Stärke zurückkommt, dann werden die Erfolgserlebnisse wieder kommen. Ich muss hier an dieser Stelle aber erwähnen, dass ich den Unmut der Mannschaft über die heutige Schiedsrichterleistung vollkommen nachvollziehen kann. Abseits hat er heute sehr gut gesehen, selbst die knappen Entscheidungen waren eigentlich alle richtig. Doch in Sachen Foulbeurteilung und klarer Linie war es eine sehr schwache Leistung. Das ein U14 Spiel so emotionsreich und geladen werden kann, habe ich nun heute auch erfahren. Für das Rückspiel wissen wir aber Bescheid, wie wir zu agieren haben bei diesem Gegner.

Für die Rückrunde wird das vorrangige Ziel der Klassenerhalt bleiben, doch wir kommen langsam auf dem Großfeld an und die meisten Spiele werden Heimspiele sein, wo es bisher jeder Gegner, sei es Bederkesa oder auch ein Spitzenteam wie Land Wursten, sehr schwer hatte. Außerdem wird das Ziel sein, Revanche für die Derbyniederlage zu nehmen. Wenn die Jungs weiter an sich arbeiten, das nötige Selbstvertrauen wieder gewinnen und wir eventuell noch externe oder sogar interne Verstärkungen bekommen, können wir ein sehr unangenehmer Gegner werden.

JFV Staleke: Alpers – Wohlers, Antons, Haltermann, Effe – Batschick, Dageförde, Arfmann-Knübel, Dettmar – Durigon, Kräft

Eingewechselt: Grotheer

Nicht gespielt: Clasen, Grafelmann, Motz

JFV Biber: Kahl – D. Gart (Siemer), M. Gart (Lange), Quindel, Gehrlein, Schumacher, Uecker (Krech), Grotheer, Vetter, Hornschuh, Bartels

Gelbe Karten: Haltermann wg. Unsportlichkeit (62.)

Tore: 0:1/0:2 Schumacher (22./34.), 1:2 Wohlers (55.)